Insurance Update KW 19

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00:00:00: Herzlich willkommen zum neuen MSG Insurance Update.

00:00:04: Wir diskutieren in gut fünf Minuten die aktuellen Entwicklungen aus Kalenderwoche neunzehn.

00:00:09: Hallo zusammen!

00:00:10: Stell dir vor, du hast ein Smartphone das dein Gesicht in Millisekunden erkennt.

00:00:15: aber wenn Du dann einen simplen Wasserschaden melden willst musst Du gefühlt ein zwanzigseitiges PDF ausdrucken

00:00:22: Ja und dass dann am besten noch per Post einsinnten.

00:00:25: Genau Und über diesen bizarren Spagat reden wir heute.

00:00:29: Wir schauen uns an, warum neunzig Prozent der Versicherer bei künstlicher Intelligenz völlig im Blindflug unterwegs sind.

00:00:35: Und wieso die Lebensversicherung eigentlich gar keine neuen Produkte braucht?

00:00:39: Sondern maja schlichtweg bessere Türen!

00:00:42: Ein super spannendes Thema.

00:00:44: Aber bevor wir über Technik und Algorithmen reden Lass'n's mal dahin schauen wo es für den Kunden wirklich zählt.

00:00:50: Du meist den Schadensfall

00:00:52: Exakt.

00:00:53: Das ist der Moment in dem sich alles entscheidet.

00:00:56: Da passt ja perfekt, dass letzte Woche im Kölner Wasserturm das fünfte MSG Claims-Management-Event in den vergangenen Jahren stattfand.

00:01:05: Axel Kotula hatte einen Satz geprägt der mir echt hängen geblieben ist.

00:01:09: Ahja

00:01:09: was hat er gesagt?

00:01:10: Er meinte, Claim is the moment of truth in der Versicherung!

00:01:14: Wer ihm Schaden führt, der führt eben auch beim Kundenerlebnis.

00:01:18: Ich vergleiche das immer sehr gerne mit einem Fallschirm.

00:01:21: Ein

00:01:21: Falscherm?!

00:01:23: Okay wie meinst du das genau?

00:01:25: Naja... Dir ist die Marke auf dem Rucksack völlig egal, solange du im Flieger sitzt.

00:01:29: Man interessiert sich null dafür!

00:01:31: Aber in der Sekunde, in der du springst...

00:01:33: Da muss das Ding aufgehen.

00:01:34: ...richtig Es muss absolut reibungslos funktionieren.

00:01:37: Das ist

00:01:37: eine gute Analogie.

00:01:39: und diese Kombination aus effizienten Prozessen, Kundenzentrierung und eben KI also künstliche Intelligenz, dass es heute kein netter Trend mehr

00:01:49: Sondern?

00:01:50: Das ist die absolute Mindestanforderung.

00:01:53: Wenn Kunden ihr bestelltes Essen live auf dem Handy verfolgen können, erwarten die das halt auch wenn sie ein Autounfall melden.

00:02:00: Okay aber wenn KI da wirklich die absolute Mindestanforderung ist?

00:02:05: Wie gut ist die Branche denn dann aufgestellt?

00:02:08: Ähm...die Antwort darauf ist leider ziemlich erschreckend!

00:02:11: Lass mich raten eher nicht so gut.

00:02:14: Gar nicht gut.

00:02:15: Laut einer aktuellen Capgem in die Studien nutzen nur zehn Prozent der Schadens- und Unfallversicherer künstliche Intelligenz wirklich strategisch.

00:02:22: Nur zehn Prozent?

00:02:25: Wow!

00:02:25: Ja, und das Schlimmste daran – zweiundvierzig Prozent von denen erheben nicht einmal Metriken für ihre Projekte.

00:02:33: Warte mal... Das heißt, neunzig Prozent der Branche spielen eigentlich nur so ein bisschen mit Shadbots herum während die Uhr kegt.

00:02:40: Das könnte man so sagen ja!

00:02:42: Aber um fair zu bleiben ist es oft kein reines Technologieproblem.

00:02:45: Woran hakt's

00:02:46: dann?

00:02:46: Es isst einen Führungsproblem.

00:02:48: Wer jetzt keine Governance und keine klaren Regeln vorweisen kann, der bekommt richtig Ärger – spätestens im August zwei tausendsechsundzwanzig.

00:02:58: Wegen dem EU-AA-Akten nämlich an…

00:03:00: Genau... Der AI-Akt greift dann voll.

00:03:03: Und da gilt einfach, Execution schlägt Innovation.

00:03:07: Du musst rechtssicher beweisen können was deine Maschine da entscheidet.

00:03:11: Das ergibt Sinn.

00:03:12: und diese fehlende Execution und der Ruf nach Einfachheit das sehen wir nicht nur bei den Algorithmen im Schadenbereich.

00:03:19: Das zeigt sich ja auch massiv bei klassischen Polissen gerade jetzt wo der Bundesrat das Ende der Riester-Ära für twenty siebenundzwanzig besiegelt hat.

00:03:26: Ohja!

00:03:27: Das Altersvorsorgedepotkamp Da will sich niemand mehr durch fünfzig Seiten Tarifkauderwäldsch wühlen

00:03:33: Absolut nicht.

00:03:34: Und Alina vom Brug, die Vorständin der Bamenia Gotaya hat es dazu im Versicherungsbote echt auf den Punkt gebracht!

00:03:40: Ein sehr gutes Interview ja?

00:03:41: Finde

00:03:42: ich auch – sie sagt die Lebensversicherung ist ein sehr gutes Produkt aber wir müssen weniger die Produkte verändern als den Zugang vereinfachen.

00:03:50: Richtig

00:03:51: Das ist doch so, als hätte man ein sensationelles drei-Sterne-Menü gekocht Aber der Kunde muss durch einen dunklen Irrgarten laufen um überhaupt mal die Speisekarte zu finden.

00:04:00: Superbild und genau da liegt der Hebel.

00:04:02: Das Produkt stimmt ja meistens.

00:04:04: Das finanzmatematische Konstrukt funktioniert

00:04:07: Aber die Verpackung nervt die Leute

00:04:08: Ganz genau.

00:04:09: Die Verpackungen muss viel digitaler werden.

00:04:11: Flexibilität, absolute Transparenz und digitale Zugänglichkeit Das sind die Warnschlüsse Gerade

00:04:17: um die jüngeren Generationen zu erreichen oder?

00:04:20: Definitiv!

00:04:21: Die wollen das abends auf dem Sofa mit dem Handy abschließen Ohne Papierkram.

00:04:25: Also fassen wir mal zusammen, die Produkte wie in der Lebensversicherung sind eigentlich gut und die Werkzeuge wie KI im Schaden liegen auch bereit.

00:04:35: Richtig!

00:04:36: Was mich zu einem provokanten Gedanken bringt den du dir als Zuhörer vielleicht mal durch den Kopf gehen lassen kannst?

00:04:42: Ich bin gespannt.

00:04:43: Wenn alles theoretisch bereit liegt wer gewinnt dann am Ende dieses Rennen?

00:04:48: Sind es die flinken Tech-Neueinsteiger die den digitalen Zugang einfach perfekt beherrschen?

00:04:53: Oder sind es die etablierten Riesen, also zum Beispiel eine R und V oder ähnliche große Häuser, die jetzt ihre ganzen PS endlich auf die Straße bringen.

00:05:03: Exakt!

00:05:04: Wer von beiden das Rennen macht, wird extrem spannend zu beobachten sein.

00:05:08: Das

00:05:08: glaube ich auch – ein Super-Schlusswort.

00:05:20: Bis zum nächsten Mal!

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